Wissenschaftliche Bewertung von Unternehmensbewertungsgutachten PDF Drucken E-Mail
Forschungskonzept: Hintergrund und Intention


Die korrekte Bewertung von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder strategische Handlungsoptionen von Unternehmen hat eine hohe ökonomische Bedeutung. Bei wesentlichen strategischen unternehmerischen Entscheidungen ist der Unternehmenswert (Entscheidungswert) Erfolgsmaßstab und Beurteilungskriterium. Die Veränderungen des Unternehmenswerts zeigen die ökonomische Sinnhaftigkeit von Handlungsoptionen, wie beispielsweise großer Investitionen oder Akquisitionen (M&A-Aktionen). Bei M&A-Projekten zeigt ein berechneter Entscheidungswert, welche Obergrenzen für eine Kaufpreis bzw. Untergrenzen für einen Verkaufspreis für den Entscheider ökonomisch sinnvoll sind. Darüber hinaus soll mit Hilfe von Unternehmensbewertungsgutachten (in der Regel in Anlehnung an den Bewertungsstandard IDW S1) oft ein „objektivierter Unternehmenswert“ berechnet werden, der z.B. Grundlage ist für M&A-Transaktionen, speziell auch für die Abfindung von Gesellschaftern. Im Gegensatz zum subjektiven Entscheidungswert, bei dessen Berechnung Informationsstand, Restriktionen und Handlungsmöglichkeiten des jeweiligen Entscheiders möglichst umfassend berücksichtigt werden, sind bei objektivierten Unternehmenswerten „typisierende“ (objektivierende) Annahmen zu treffen. Auch bei der Fair Value Bewertung im Rahmen der Rechnungslegung nach IAS oder US GAAP spielt eine nachvollziehbare und korrekte Bestimmung von Werten eine wesentliche Rolle.